04.08.2019, von David Pretzel

THW-Bundesjugendlager in Rudolstadt - Nordhorner helfen mit

Betriebsbereich im Aufbau (Foto: THW)

In Rudolstadt (Thüringen) findet seit dem 27. Juli das 17. Bundesjugendlager der Jugendgruppen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) statt.

 

In dieser Woche zelten rund 5000 Kinder, Jugendliche und ihre Betreuer aus ganz Deutschland auf der großen Wiese an der Saale.

 

Am Abend des 27. Juli eröffneten Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und der Präsident des THW Albrecht Broemme, sowie THW-Bundesjugendleiter Ingo Henke die Veranstaltung.

 

Die Teilnehmenden können verschiedene Freizeitangebote wahrnehmen. Im Angebot sind verschiedene Workshops, Schwimmbadbesuch, Kino oder Kurzreisen zu den Sehenswürdigkeiten und Großstädten in der Umgebung. Auch der Umgang mit der THW-Technik aber auch sportliche Aktivitäten stehen auf dem Programm. Ein Highlight für die Jugendlichen war aber auch der Bundeswettkampf, in dem sich die Landessieger vom letzten Jahr in verschiedenen Aufgaben messen mussten. Kreativität, Wissen und Anwendung rund um die Ausstattung des THW aber auch Schnelligkeit und Geschick waren gefordert.

 

Für so eine Großveranstaltung brauchte es lange im Vorfeld viel Organisationstalent und Personal für den Aufbau. So findet nebenbei seit zwei Wochen vor Zeltlagerbeginn eine Einsatzübung zum Camp-Bau des Verbandes "THW-Bereitstellungsraum 500 (BR 500)" statt. Das Konzept beinhaltet die Unterbringung von 500 und mehr Einsatzkräften bei länger andauernden Großschadenslagen. Teile des Verbands kamen auch beim Moorbrand in Meppen im vergangenen Jahr zum Einsatz. Aktuell üben erstmals beim Bundesjugendlager Einsatzkräfte aus mehreren THW-Landesverbänden zusammen.

 

In der Aufbauphase und während des Betriebes sind und waren zeitweise ca. 600 Helferinnen und Helfer gleichzeitig als Funktionspersonal im Einsatz um die Betriebs- und Servicebereiche für das Bundesjugendlager zu errichten. Aufgebaut werden mussten nach Vermessung der Flächen, ein Großzelt für die Verpflegungseinnahme und für Veranstaltungen, Unterkunftszelte, zahlreiche Sanitärcontainer, ein Material- und Werkstattstützpunkt, kilometerlange Bauzäune, Wasser- und Elektroleitungen sowie ein Netz aus Telefon und Internetverbindungen. Dazu kommen riesige Parkflächen für die rund 1300 Fahrzeuge und Anhänger von den Teilnehmenden und die zum Betrieb und für die An- und Abreise nötig sind.

 

Hier engagieren sich bis zum kommenden Wochenende auch die zwei Nordhorner Helfer Albrecht Harmsen und David Pretzel.

 

Harmsen hilft für eine Woche hinter den Kulissen der Großküche in der Versorgungsstelle Verpflegung mit. Er ist unter anderem für das Zeltmanagement und die Organisation von allgemeinen Arbeitsabläufen im Außenbereich verantwortlich. Im großen Küchenbereich arbeiten 150 THW-Küchenkräfte zusammen mit einer Catering-Firma rund um die Uhr für die Verpflegung aller Teilnehmenden und dem Funktionspersonal sowie für die Gäste.

 

Pretzel ist für zwei Wochen in Rudolstadt und ist in der Stelle Betrieb des "BR 500" als Helfer für die Belegung eingesetzt. Die Stelle kümmert sich, ähnlich wie bei einer Hotelrezeption, um die Zuteilung der Schlafplätze für das Funktionspersonal. Dazu stehen in diesem Fall 72 Zelte für die Belegung mit je acht Personen, sowie Plätze für Privatzelte und Wohnwagen zur Verfügung. Des Weiteren sind unter anderem Internats- und Hotelschlafplätze gebucht. Im Einsatzfall ginge es im Feldlager aber etwas spartanischer zu.

 

Die Zuteilung der Zelte richtet sich nach Auftrag und Funktion der Einsatzkräfte und wird in Listen sowie digital festgehalten. Für die bessere Übersicht wird alles auf mehreren taktischen Lagekarten festgehalten, welche fortlaufend aktualisiert werden müssen. Die Stelle Belegung ist nach der Anmeldung in der Führungsstelle der wichtigste Anlaufpunkt für die Einsatzkräfte.

 

Nach Abreise der Jugendlichen packen am Wochenende wieder rund 400 Helferinnen und Helfer mit an und bauen alles bis Mitte kommender Woche ab. Danach herrscht auf der großen Wiese an der Saale in Rudolstadt nach insgesamt vier Wochen wieder Ruhe.


Text: David Pretzel

 

Foto 1: Betriebsbereich im Aufbau (Foto: THW)

Foto 2: David Pretzel an der Lagekarte (Foto: David Pretzel)

Foto 3: David Pretzel am Schreibtisch (Foto: David Pretzel)

Foto 4: Albrecht Harmsen (Foto: Albrecht Harmsen)

Foto 5: Puffer-Parkplatz Anreise (Foto: THW)

Foto 6: Betriebsbereich in der Aufbauphase (Foto: THW)

Foto 7: Aufbaumannschaft (Foto: THW)

Foto 8: Zelte bei Nacht (Foto: THW)


Link zum Zeitungsbericht: bit.ly/2T6JG1F

 


  • Betriebsbereich im Aufbau (Foto: THW)

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