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Kreisbereitschaftsübung 2025

Anfang Oktober 2025 fand die diesjährige Kreisfeuerwehrbereitschaftsübung des Landkreises Grafschaft Bentheim statt. Mit insgesamt 172 Kräften aus allen Grafschafter Ortsfeuerwehren, den Maltesern aus Nordhorn, der Notfallseelsorge Grafschaft Bentheim und dem Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband Nordhorn, ging es am 4. Oktober von der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Nordhorn aus in zwei Fahrzeugkolonnen nach Cloppenburg. Zum ersten Mal waren bei dieser Übung Helferinnen und Helfer des THW OV Nordhorn mit dabei.

Die Kolonne auf Anfahrt in Cloppenburg. Foto Laurin Schäfer/THW OV Cloppenburg

Anreise

Nach Ankunft an der FTZ in Cloppenburg wurden die Unterkünfte bezogen und ein kleines Mittagessen eingenommen. Danach wurde die Übung gestartet.

Dafür verlegten die Fachzüge und Fachgruppen zu einem nahegelegenen Parkplatz einer Spedition, der als kurzfristiger Bereitstellungsraum diente, während die Führungsgruppen im Übungsraum verbleiben. 

 

Geübt wurde an der FTZ und den angrenzenden Liegenschaften von DRK und THW Cloppenburg, dem Übungsgelände „Areal 51“, sowie einem Wohnhaus und einer Werkstatt. Je nach eingespielter Lage wurden die Fachzüge und -gruppen nach und nach in den Übungseinsatz alarmiert. 


Übungsszenarien

Die Übung wurde von Feuerwehrleuten und THW-Kräften aus Cloppenburg mit einigen gemischten und anspruchsvollen Szenarien vorbereitet.

In einer Werkstatt brach ein Feuer aus, bis zum Vollbrand des Gebäudes, in dem noch eine Person vermisst wurde. Wie sich herausstellte, war diese unter einem Stahlträger eingeklemmt. Durch Funkenflug griff das Feuer auf ein Nachbarhaus über, in dem wiederum Personen vermisst wurden. Bei deren Rettung kam es zu einem Atemschutznotfall eines Feuerwehrtrupps, auf den reagiert werden musste. 

Im weiteren Verlauf breitete sich das Feuer auf dem gegenüberliegenden Feld aus und bedrohte eine benachbarte Tischlerei. Für die Brandbekämpfung musste eine Schlauchstrecke aufgebaut werden.

An einer anderen Stelle musste ein Krankenhaus nach einem Erdkabelbruch mit Notstrom versorgt werden. Der Kabelbruch musste repariert werden. Hier kamen Helfer des THW aus Nordhorn zum Einsatz.

Zu zwei schweren Verkehrsunfällen gleichzeitig war es an einem Baum und an einem Teich in der Nähe gekommen. Mehrere Personen waren verletzt eingeklemmt, andere trieben im Wasser. Hier arbeiteten Feuerwehr und THW Hand in Hand um die Betroffenen zu befreien. Der Teich wurde zudem durch auslaufende Betriebsstoffe verunreinigt.

Die Baugrube im hinteren Geländeteil stürzte ein. Eine Person wurde darin verschüttet und durch gemeinsame Trupps an Atemschutzgeräteträgern von Feuerwehr und THW gerettet.

Ein Doppelstockpersonenwaggon der Bahn entgleiste und verursachte einen sogenannten MANV (Massenanfall an Verletzen), da eine mehrere Personen in dem Zug betroffen waren. Hier wurde ebenfalls gemeinsam Hand angelegt zur Rettung der Fahrgäste.

Ein Trecker hatte eine Person überfahren und schwer zugänglich unter sich begraben. Malteser und THW sicherten den Trecker und befreiten die verschüttete Person.

Zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall war es gekommen, nachdem der Fahrer eines Müllwagens einen medizinischen Notfall erlitt und eine Person überfuhr. Auch hier führten gemischte Kräfte die Rettungsmaßnahmen durch.

Aus einem Wohnhaus drang beißender Qualm. Eine unbekannte Chemikalie war darin ausgetreten. Feuerwehrkräfte bewältigten auch diese Situation.
Zusätzlich fiel zwischenzeitlich die Trink- und Löschwasserversorgung in ganz Cloppenburg aus, so dass eine weitere lange Wasserförderstrecke zu einem entlegenen offenen Gewässer verlegt werden musste.


Fazit

Einige Übungsstationen waren direkt auf den Einsatz von Feuerwehreinheiten zugeschnitten, andere Lagen wurden von gemischten Trupps von Feuerwehr und THW bewältigt. In manchen Fällen waren ein Sanitätsteam der Malteser und die Notfallseelsorge mit dabei. Bei verschiedenen Szenarien wurden Verletztendarstellende und Übungspuppen eingesetzt.

Oberstes, selbst gesetztes Übungsziel war die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten Organisationen zu trainieren. Gemeinsames Ergebnis: Das hat super geklappt!

Das ganze Wochenende gefordert war das Küchenteam der Kreisfeuerwehrbereitschaft Grafschaft Bentheim: Ein neuer Küchenanhänger wurde ausgiebig getestet. So soll diese Ausstattung im Einsatzfall die Bereitschaft für drei Tage versorgen. Während des Übungswochenendes wurde damit Mittagessen, Abendessen und Frühstück zubereitet.

All das zu führen, zu disponieren und dokumentieren galt es für die Kreisbereitschaftsführung zusammen mit der IuK-Gruppe des Landkreises Grafschaft Bentheim (Information und Kommunikation). 

 

Abschluss

Am Sonntagmorgen hieß es nach dem Frühstück und dem Aufräumen Rückmarsch in die Heimat. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Kreisfeuerwehrverband Cloppenburg und dem THW OV Cloppenburg für die Gastfreundschaft und die Vorbereitung der Übung, sowie dem Küchenteam der Kreisfeuerwehr und den Mitarbeitern der FTZ aus Nordhorn für die Logistik im Hintergrund.

 

Kreisfeuerwehrbereitschaft:

Kreisfeuerwehrbereitschaften sind eine Zusammenstellung mehrerer Einheiten aller Feuerwehren eines Landkreises zu Fachzügen. Dazu stellt der Landkreis Zusatzausstattung bereit. Die Bereitschaften leisten überregional Hilfe bei Unglücksfällen und Katastrophen. Langanhaltende Hochwasserlagen oder Waldbrände sind Beispiele entsprechende Einsatzgründe.


Text: 

David Pretzel/THW OV Nordhorn

Nach einer Vorlage von:

Guido Schroven/Kreisbereitschaftsführer Grafschaft Bentheim


Fotos:

Bei der hohen Anzahl der verschiedenen Einheiten und Übungsszenarien können nicht alle Bereiche abgebildet werden. Wir zeigen hier einige Fotos unserer Helferinnen und Helfer während der Übung.

David Pretzel/THW OV Nordhorn

Lars kleine Lögte/THW OV Nordhorn

Laurin Schäfer/THW OV Cloppenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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