27.01.2022, von Klaus Berenzen, David Pretzel

Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 war für das Technische Hilfswerk (THW) das arbeitsreichste Jahr seit der Gründung. Auf die Einsatzstunden gesehen, waren die Hilfeleistungen im Rahmen der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im vergangenen Juli der größte Einsatz in der über 70-Jährigen Geschichte des THW. Auch stand das vergangene Jahr immer noch im Zeichen der Corona-Pandemie, bi zahlreichen Einsätzen war das THW hier bundesweit mit verschieden logistischen Aufgaben beteiligt.

Fotos: Archivfotos/THW OV Nordhorn

In unserem Ortsverband (OV) waren diese Ereignisse ebenfalls zu spüren. Aufgrund der Hochwasserfolgen waren unsere Helferinnen und Helfer vergangenen Sommer tagelang im Einsatz.

Zahlreiche Dienst- und Ausbildungsveranstaltungen mussten aber Aufgrund der Pandemie, über das Jahr verteilt, teilweise eingeschränkt werden oder ausfallen.

 

Die Vereinsarbeit und Treffen der Jugendgruppe konnte nur sehr minimal ausgeführt werden. Die Einsatzbereitschaft war jedoch zu jeder Zeit gegeben.

 

Einsatz

Anfang Februar sorgte starker Schneefall in der Region auch für Einsätze des THW in Nordhorn. Zum einen musste ein Schaufenster eines Gebäudes gesichert werden, dass durch den Schneesturm zerstört wurde, zum anderen wurde der lokale Energieversorger unterstützt. Im März wurden wir zu einer Amtshilfe in Bentheim durch die Polizei alarmiert.


Am 14. Juli 2021 kam es zu den schweren Überflutungen in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Wir waren zunächst zusammen mit anderen Ortsverbänden des Regionalbereiches Lingen vier Tage im Osten der Stadt Düsseldorf im Einsatz.

Dort standen zahlreiche Keller, Gärten und Straßenunterführungen unter Wasser. Das Wasser wurde nach und nach abgepumpt.

Nachdem einzelne Helfer auch im Raum Euskirchen zur Führungsunterstützung eingesetzt waren, folgte dann Mitte August ein längerer Einsatz im stark betroffenen Landkreis Ahrweiler (RLP).

Zehn Tage lang waren dort auch einige unserer Helfer in dem Bereitstellungsraum in der Nähe des Nürburgrings untergebracht, der für eine Kapazität von mehreren hundert Einsatzkräften ausgebaut werden sollte.

Die Helfer waren mit Um- und Ausbauarbeiten im Versorgungsbereich des Camps beauftragt. So wurden unter anderem kilometerlange elektrische Leitungen verlegt und die Anlieferungszone des Küchenbereiches mittels Gerüstsystem überdacht. Außerdem waren die Helfer für kleinere Einsatzaufträge in Bad Neuenahr unterwegs.


Im September folgten weitere Einsätze im Ahrtal, bei denen einzelne Helfer aus Nordhorn an Transportaufträgen im Einsatzgebiet beteiligt waren.

In der Zwischenzeit waren Helferinnen und Helfer bei einem Großbrand im Stadtteil Nordhorn-Blanke auf Anforderung der Feuerwehr im Einsatz. Hier wurden die Feuerwehrleute verpflegt und abfließendes Löschwasser umgeleitet.

Ebenfalls wurden bei einem Einsatz in Twist (Emsland) Einsatzkräfte verschiedener Organisationen versorgt. Dort war es zu einer Schaumbildung auf einem Kanal gekommen. Zusammen mit der Feuerwehr und anderen Behörden hatten dort mehrere THW-Ortsverbände über mehrere Tage für eine Sauerstoffanreicherung des Gewässers gesorgt. Nach einer Explosion im Oktober in Itterbeck, wurden wir durch die Polizei zur Sicherung eines Gebäudes gerufen.

 

Allgemein

Außerhalb des Einsatzgeschehens, sind Anfang des vergangenen Jahres für verschiedene theoretische Ausbildungen umfangreiche Videokonferenzen in den einzelnen Gruppen durchgeführt, da einige Dienstabende pandemiebedingt ausfielen.

Im Herbst sind sechs verdiente Helfer, aufgrund ihres langjährigen ehrenamtlichen Engagements im THW, geehrt worden. Außerdem konnte ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Volkswagen T6.1 Transporter, in Dienst gestellt werden.


An einem Dienstabend im Oktober kamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises Grafschaft Bentheim zu einem Informationsbesuch in unseren OV. Ihnen wurde die Arbeit des THW erklärt, sowie verschiedene Ausrüstung in der Praxis gezeigt.

Im November fand auf unserem Übungsgelände eine Abschlussprüfung nach der Grundausbildung für neue Helferinnen und Helfer im Regionalbereich Lingen statt.


Insgesamt wurden beim Ortsverband Nordhorn im Jahr 2021 rund 11.000 Stunden geleistet. Darin enthalten sind unter anderem 3400 Einsatzstunden.

Der allgemeine Dienstbetrieb und die Jugendarbeit wurden durch die immer noch andauernde Pandemie über das vergangene Jahr verteilt teilweise stark eingeschränkt und zahlreiche Ausbildungsstunden und Veranstaltungen fielen aus.

Zwischendurch durften sich die Gruppen unter bestimmten Maßnahmen treffen, auch einzelne Renovierungsarbeiten in der Unterkunft und auf dem Übungsgelände konnten in Eigenleistung realisiert werden.


Unser Ortsbeauftragter Klaus Berenzen hofft, dass es bald wieder möglich sein wird, sich zu Dienstveranstaltungen und Ausbildungen vermehrt persönlich zu treffen und bedankt sich trotz der besonderen Umstände für die geleistete Arbeit der Helferinnen und Helfer im vergangenen Jahr.


Der THW-Ortsverband Nordhorn wünscht Ihnen und euch ein gutes neues Jahr 2022!



Fotos: Archivfotos 2021/THW OV Nordhorn


Bildbeschreibungen:

Foto 1: Nordhorner THW-Fahrzeuge auf einem Schulhof in Bad Neuenahr

Foto 2: Sicherung einer Schaufensterscheibe nach dem Schneesturm

Foto 3: Ein Nordhorner Helfer bei Pumparbeiten in einem Keller in Düsseldorf

Foto 4: Helfer in Bereitstellung nach dem Großbrand in Nordhorn-Blanke

Foto 5: Ein LKW des THW OV Nordhorn unterwegs im Ahrtal


Bericht in den Grafschafter Nachrichten: https://bit.ly/3o6tm1s




  • Fotos: Archivfotos/THW OV Nordhorn

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