Für den Dienstabend in der vergangenen Woche stand uns ein für den Abriss vorbereitetes Mehrparteien-Wohnhaus zur Verfügung. Einige Führungskräfte hatten sich dafür als kleines Szenario, einen Unfall auf einer Baustelle, ausgedacht.
So fuhren die Gruppen in die Laarstraße in Nordhorn. Mit dabei war auch ein Trupp der Freiwilligen Feuerwehr Nordhorn Wache Nord mit der Hubrettungsbühne (HRB).
Vor Ort wurde den Gruppen verschiedene Einsatzabschnitte zugewiesen.
Es galt fiktiv vermisste und teilweise verschüttete Angehörige einer Baufirma zu suchen und zu retten (dargestellt durch Dummys). Zunächst leuchteten die Helfer der Fachgruppe Elektroversorgung den Bereich vor dem Gebäude und die zugänglichen Stellen in dem Gebäude aus.
Die Bergungsgruppe fand eine vermisste „Person“ auf dem Dachboden. Da angenommen wurde, das Teile der Treppe und des Eingangsbereiches versperrt waren, wurde eine Öffnung im Dach geschaffen und die „Person“ mittels der HRB gerettet. Ebenfalls mehrfach geübt wurde der Umgang mit der Tragenhalterung am Korb der HRB, sowie das übersteigen in ein Fenster und zurück.
Gleichzeitig wurde ein anderer „Bauarbeiter“ im hinteren Teil des Gebäudes gefunden. Da der Weg durch den Haupteingang nicht möglich war, wurde der Bereich durch ein Fenster betreten und ein Wanddurchbruch in dem betreffenden Raum hergestellt. Die „Person“ wurde mittels Schleifkorbtrage über eine schiefe Ebene aus Leiterteilen von der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung aus dem Gebäude geholt.
Angehende THW-Einsatzkräfte, die sich in der Grundausbildung befinden, nutzten das Übungsobjekt für den Lernabschnitt „Gesteinsbearbeitung“. So wurde der Umgang mit Bohr- und Aufbrechhammer, Motortrennschleifer und Hammer und Meißel geübt.
Danke an die Feuerwehr für die Unterstützung! Möglich gemacht hat diesen Dienstabend Gerold Hesselink von der Firma Grafschafter Konzeptbau GmbH.
Fotos: THW OV Nordhorn

